Digitale Gewalt konsequent bekämpfen

Schutzlücken im Strafrecht schließen. Solidarität mit den Betroffenen.

 

Der Fall der Schauspielerin Collien Fernandes hat bundesweit eine wichtige Debatte ausgelöst: über digitale Gewalt, ihre massiven Folgen für Betroffene – und über bestehende Schutzlücken im deutschen Recht. Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Partner und hat Ende 2025 bewusst an ihrem letzten Wohnort in Spanien Strafanzeige gestellt, weil dort strengere Gesetze zum Schutz vor digitaler und sexualisierter Gewalt gelten. „Dass eine Betroffene den Weg ins Ausland wählen muss, um sich wirksam schützen zu können, zeigt: Wir haben in Deutschland ein ernsthaftes Problem“, erklärt Oberbürgermeisterkandidat Dr. Maximilian Bieri.

Digitale Gewalt ist reale Gewalt

Im konkreten Fall geht es laut Berichten um schwerwiegende Formen digitaler Gewalt wie Identitätsmissbrauch und sexualisierte Deepfake-Inhalte. Fernandes selbst beschreibt diese Erfahrungen als massiv belastend und weist darauf hin, dass digitale Gewalt häufig unterschätzt wird – obwohl sie gravierende psychische Folgen haben kann.

Bieri stellt klar: „Digitale Gewalt ist keine Bagatelle und kein Randphänomen. Sie verletzt Würde, Persönlichkeit und Sicherheit von Menschen – und sie braucht endlich eine klare strafrechtliche Antwort.“

Deutschland darf kein Schutzlücken-Raum sein

Nach Einschätzung vieler Betroffener und Expertinnen bestehen im deutschen Strafrecht bislang Lücken – insbesondere bei Deepfakes und digitaler sexualisierter Gewalt. Spanien gilt dagegen als Vorreiter: Dort werden neue Formen digitaler Gewalt bereits gezielter reguliert und konsequenter verfolgt. „Wenn Täter sich hierzulande sicher fühlen können, während andere Länder längst handeln, dann ist das nicht akzeptabel“, so Bieri.

Klare politische Forderung

Dr. Maximilian Bieri fordert deshalb:

• Klare Strafbarkeit von Deepfakes und digitalem Identitätsmissbrauch

• Bessere Ermittlungsinstrumente für Polizei und Justiz

• Konsequenter Opferschutz – auch im digitalen Raum

• Sensibilisierung der Gesellschaft für digitale Gewalt

„Der Rechtsstaat muss Schritt halten mit der digitalen Realität. Es darf nicht sein, dass technische Entwicklungen schneller sind als der Schutz von Menschen.“

Solidarität mit Betroffenen

Bieri stellt sich ausdrücklich an die Seite der Betroffenen: „Wer den Mut hat, solche Erfahrungen öffentlich zu machen, verdient Respekt und Unterstützung – nicht Zweifel oder juristische Hürden.“ Hanau zeigt mit dem jährlichen „Stadtlauf gegen Gewalt an Frauen“ Solidarität mit den Opfern – „hier muss man in Zeiten von KI ganz klar auch die Opfer digitaler Gewalt einschließen“, so der OB-Kandidat. „Der Fall zeige deutlich: Wir brauchen nicht nur mehr Aufmerksamkeit – wir brauchen endlich wirksame Gesetze.“

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